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Februar 2017

EDI-Net auf einen Blick

Die EDI-Net (Energy Data Innovation Network) -Initiative analysiert und kommuniziert Strom-, Gas- und Wasser-Daten von intelligenten Zählern im Stunden- oder Halbstundentakt in öffentlichen Gebäuden, um Energieverluste  und -einsparungsmöglichkeiten zu identifizieren, den Verbrauch zu reduzieren und Geld zu sparen. Die Initiative richtet sich an kommunale Entscheidungsträger, Finanzplaner, Energie- und Gebäudemanager sowie Gebäudenutzer. Ein Online-Forum und Workshops erleichtern den Austausch von Wissen, Erfahrungen und bewährten Praktiken, um die Behörden bei der Umsetzung ihrer nachhaltigen Energie- und Klimaprogramme zu unterstützen.

Gesucht: Kommunen, die ihren Energie- und Wasserverbrauch reduzieren wollen

EDI-Net sucht Kommunen, die die Wasser- und Energieeffizienz ihrer öffentlichen Gebäude verbessern wollen. Durch die Nutzung von intelligenten Zählern und der damit verbundenen Analyse von Strom-, Gas- und Wasserdaten im Rahmen von Kurzzeitzählermessungen, können Kommunen signifikante Einsparungsmöglichkeiten identifizieren und umsetzen. In der Vergangenheit zeigte sich, dass zwischen 5 und 15 Prozent des Energie- und Wasserverbrauchs dadurch eingespart werden können.

Leicester City Council (GB), die Stadt Nürnberg und die autonome Gemeinschaft Katalonien (Spanien) haben bereits das System, welches im Rahmen der EU-Initiative entwickelt wurde, getestet. Sie sind bereit, ihre Kenntnisse und Erfahrungen mit anderen Kommunen zu teilen, die die Leistungen von EDI-Net selbstverständlich kostenfrei nutzen können. Dazu gehören neben der Datenanalyse auch die Nutzung des dazugehörigen Online-Forums, des Dashboards, des Helpdesks und die Teilnahme an Trainingsworkshops. Voraussetzung ist die Bereitstellung von Kurzzeitzählermessdaten. EntscheidungsträgerInnen, FinanzmanagerInnen und KlimaschutzmanagerInnen sind herzlich eingeladen, ihr Interesse zu bekunden.

Wollen Sie mehr erfahren? Nehmen Sie Kontakt mit uns auf über T. +49 69 717139 60 (Deutschland) oder schreiben Sie eine Mail an info(at)edi-net.eu oder alexander.nordhus(at)stadt.nuernberg.de.

Energiecontrolling - gebäudetypische Anforderungen und weitergehende Visionen vor einem sich verändernden Energiemarkt am Beispiel der Stadt Frankfurt (Main)

Die Bundesregierung Deutschland hat sich das Ziel gesetzt, bis zum Jahr 2050 die Energieversorgung des Gebäudebestands nahezu klimaneutral erfolgen zu lassen. Dazu zählen rund 18 Millionen Wohngebäude und 1,5 Millionen sogenannte Nichtwohngebäude, wie Schulen, Kitas, Museen, Büros und Verwaltungsgebäude. Aktuell verursacht der Gebäudesektor noch fast 40 % des Endenergieverbrauchs in Deutschland. Alexander Schmiedel untersuchte dazu in seiner Abschlussarbeit an der Hochschule Ludwigshafen am Rhein den aktuellen Stand des kommunalen Energiecontrollings über eine Umfrage, an der zwanzig nationale und acht internationale Städte teilnahmen.

Als Ergebnis zeigte sich, dass unter den an der Umfrage beteiligten Städten auf nationaler Ebene Aachen und Frankfurt (Main) das insgesamt weit entwickelteste Energiecontrolling aufwiesen. Dieses Ergebnis beruhte auf dem Einsatz von professionellen Softwaretools, auf der Nutzung von spezifischen Datenquellen (automatische Verbrauchserfassung, manuelle Zählerableseerfassung und Nutzung von Rechnungen der Energieversorgungsunternehmen), sowie auf der Verfügbarkeit der höchsten Anzahl an Controllinginstrumenten.

So können die Städte konkrete Angaben zu Einsparungen des Energiecontrollings machen und einen öffentlichen Zugang zu aktuellen Verbrauchsdaten bzw. Informationen gewährleisten. Den größten Handlungsbedarf sahen die deutschen Städte in der Einführung und Weiterentwicklung der automatischen Verbrauchserfassung (ca. 70 % der Teilnehmenden) sowie in der Datenplausibilisierung bzw. Erhöhung der Datenqualität (ca. 40 % der Teilnehmenden). International wiesen New York und Graz ein fortschrittliches Energiecontrolling auf. Zukünftigen Handlungsbedarf sahen die internationalen Städte in den nahezu identischen Bereichen wie die nationalen Städte.

Schmiedel konnte abschließend die Aussage treffen, dass das Energiecontrolling momentan als begleitende Maßnahme zur Energiewende eine immer größere Bedeutung erhält. Dies sei auch bei der Stadt Frankfurt der Fall, bei welcher die Hälfte des heutigen Energieverbrauchs eingespart werden soll. Die Erhöhung der Datenqualität und die damit einhergehende Datenplausibilisierung stellen sowohl national als auch international ein dringendes Handlungsfeld dar.

Internationale Veranstaltungen

World Sustainable Energy Days

Die World Sustainable Energy Days, eine der größten jährlichen Konferenzen in diesem Bereich in Europa, bieten eine einzigartige Kombination von Veranstaltungen zum Thema nachhaltige Energie. Die World Sustainable Energy Days 2017 finden von 1. - 3. März in Wels statt. Seit über 20 Jahren versammeln sich Expert/innen aus der ganzen Welt in Oberösterreich, 2016 waren es mehr als 700 Teilnehmer/innen aus 57 Ländern. Die Konferenz leistet einen wichtigen Beitrag zur Bewusstseinsbildung und Öffentlichkeitsarbeit rund um Energie-Effizienz und erneuerbare Energie. Im Rahmen dieser Konferenz werden drei „Sub-Konferenzen“ angeboten, welche eine thematische Verbindung zu Gebäuden aufweisen:

  • E-Mobilität & smarte Gebäude
  • Europäische Forschungskonferenz: Gebäude
  • Europäische Niedrigstenergie-Gebäude

1. – 3. März 2017, Wels, Österreich

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“SMART AND SUSTAINABLE PLANNING FOR CITIES AND REGIONS – SSPCR 2017” – 2. Internationale Konferenz

Diese zweite Konferenz zu "Smart and Sustainable Planning for Cities and Regions" - SSPCR 2017 – beschäftigt sich mit der Herausforderung, den Übergang von urbanen Gebieten zu intelligenteren und nachhaltigeren Lebensräumen anzuregen. Zu diesem Zweck werden Planer und Stakeholder aufgerufen – im Rahmen einer multidimensionalen Perspektive – sich mit Fragen zum Klimawandel, zum Thema Energieeffizienz, zu neuen Möglichkeiten der Digitalisierung von Städten, zur Integration von Informations- und Kommunikationstechnologien in Infrastrukturen und schließlich zu sozialen Interaktionen auseinanderzusetzen.

In diesem Zusammenhang erfordert die Planung einen umfassenden Überblick über den bisherigen und den aktuellen Stand der Städte sowie einen ganzheitlichen Ansatz, um ihre zukünftige Entwicklung und Regeneration neu zu gestalten. Daher integrierte SSPCR 2017 Beiträge aus verschiedenen Forschungsbereichen: Stadt- und Regionalplanung, Umwelt- und Sozialwissenschaften, Verkehrswesen, Ingenieur- und Energieforschung sowie aus der Fachöffentlichkeit. Neben Vorträgen und Posterpräsentationen besteht auch eine Beteiligung an Kooperations- und Demonstrationsprojekten, über welche innovative Ansätze verbreitet werden, Aktivitäten umgesetzt und Ergebnisse erzielt werden.

22. – 24. März 2017, Bozen, Italien

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Building Energy Summit®

Das Building Energy Summit® ist eine jährliche Konferenz, die die Gebäudeeigentümer und -betreiber auf energieeffiziente Technologien und Lösungen aufmerksam macht, bei bewährten Praktiken mitwirkt, erfolgreiche Fallstudien teilt und Ressourcen zur Verfügung stellt, die benötigt werden, um eine Operationalisierung anzustoßen.

Der diesjährige Gipfel konzentriert sich auf die Integration neuer Technologien in Gebäuden – angefangen bei intelligenten Gebäudelösungen über fortschrittliche Daten und Analysen bis hin zu cloudbasierten Überwachungs- und Steuerungssystemen. Führungskräfte aus dem Immobiliensektor werden gemeinsam mit Technologie- und Energieexperten neue Ansätze für die Effizienz von Gebäuden, sowie die zusätzlichen Vorteile, die mit der Schaffung von besseren Arbeitsplätzen verbundenen sind, präsentieren.

27. April 2017, Washington, DC, USA

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http://www.edi-net.eu

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Project funded by the European Commission under the H2020 Programme, call H2020-EE-2015-3 MarketUptake, GA-No. 695916.

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