Fallstudien

Critical requirements for smart meter regulation from municipalities

Eine wichtige Erkenntnis des EDI-Net Projekts ist, dass Kommunen in ihren Gebäuden nur eingeschränkt auf Smart Metering-Daten zugreifen können. Selbst in Ländern, in denen die Einführung von Messgeräten bereits weit fortgeschritten ist, ist es in der Praxis oft nicht möglich, eine Verbesserung der Energieeffizienz zu erreichen.

 

Überblick über Smart Metering in Deutschland, Spanien und den UK:

Die derzeitigen Aktivitäten auf europäischer und nationaler Ebene konzentrieren sich vor allem auf den Wohnsektor und ignorieren die potenziellen Auswirkungen auf bereits vorhandene Infrastruktur von Automatic Meter Reading (AMR) und Energiemanagementsysteme, die seit über einem Jahrzehnt u.a. in Gemeinden Einsparungen erzielt haben. Rund 34% der Energie, die in Gebäuden genutzt wird, wird außerhalb von Wohngebieten verbraucht. Deutsche Gemeinden verbrauchten im Jahr 2013 127,7 Petajoule; davon belaufen sich ¾ auf das Heizen inklusive einem Anteil für Elektrizität, welcher sich kontinuierlich erhöht. Insgesamt belaufen sich die Kosten für Energie auf 4 Milliarden Euro pro Jahr.


Recruiting citizens to use ICT for saving energy in public buildings:

Die Nutzung neuer Technologien zur Einsparung von Energie stellt eine Herausforderung dar. So müssen sowohl interne Gebäudenutzer (Büroangestellte, Lehrer oder Museumsmitarbeiter) als auch externe Gebäudenutzer (Bürobesucher, Krankenhauspatienten, Museumsbesucher) überzeugt werden, um langfristig Verhaltensänderungen und somit Erfolge zu erzielen. Den Autoren zufolge spielt die Wahrnehmung von Veränderung durch die einzelnen Personen eine große Rolle. Erste Reaktionen auf neue Entwicklungen sind häufig Ablehnung und Verdrängung. Mithilfe geeigneter Werkzeuge wie beispielsweise individueller Unterstützung und zielgerichtetem Training kann es jedoch gelingen, Bürger von der Anwendung neuer Technologien zu überzeugen. Nach Ermittlung des „Ist-Zustands“ sollten geeignete Maßnahmen für die jeweiligen Gebäudenutzer entwickelt werden. Dies sind beispielsweise die Nutzung eines Logos für einen hohen Wiedererkennungswert sowie Workshops zur Verbreitung von Wissen. Eine solche Rahmenstrategie kann nach Ansicht der Autoren dazu beitragen, verschiedene Interessensvertreter erfolgreich einzubinden.