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August 2017

EDI-Net auf einen Blick

Die EDI-Net (Energy Data Innovation Network) - Initiative analysiert und kommuniziert Strom-, Gas- und Wasserdaten von intelligenten Zählern im Stunden- oder Halbstundentakt in öffentlichen Gebäuden, um Energieverluste  und -einsparungsmöglichkeiten zu identifizieren, den Verbrauch zu reduzieren und Geld einzusparen. Die Initiative richtet sich an kommunale Entscheidungsträger, Finanzplaner, Energie- und Gebäudemanager sowie Gebäudenutzer. Ein Online-Forum und Workshops erleichtern den Austausch von Wissen, Erfahrungen und bewährten Praktiken, um die Behörden bei der Umsetzung ihrer nachhaltigen Energie- und Klimaprogramme zu unterstützen.

Erstes EDI-Net Training in Leicester, UK, zeigt: Innovative Systeme für die Umsetzung einer nachhaltigen Energiepolitik sind bei den Kommunen sehr gefragt!

27 Teilnehmer aus ganz Europa machten sich am 05.07.2017 auf den Weg zur Universität De Montfort nach Leicester, UK, um an dem ersten EDI-Net Training teilzunehmen. Motiviert von der Idee, künftig in ihrer Stadt das Thema Energieeffizienz noch innovativer voranzutreiben, meldeten sich EDI-Net interessierte Gemeindevertreter, Energiemanager, Universitätsgelehrte etc. zu dem ersten EDI-Net Training an. Im Rahmen eines ganztägigen Seminars erwartete die Teilnehmer ein intensiver Austausch zu den Vorzügen und Möglichkeiten von EDI-Net. Eröffnet wurde die Veranstaltung durch den Gastgeber und Projektkoordinator Paul Fleming, DE MONTFORT UNIVERSITY.

Mit seinem Beitrag über das EDI-Net Konzept demonstrierte er eindrucksvoll den Teilnehmern die an das Projekt gerichtete Motivation, seine Ziele und Erwartungen. Nach dem gelungenen Start folgten Beiträge von Strahil Birov, EMPIRICA, Prakash Patel, LEICESTER CITY COUNCIL, Alexander Nordhus, STADT NÜRNBERG, und Juan Antonio Bas Villalobos, GENERALITAT DE CATALUNYA, zu den bereits zur Verfügung stehende Materialien und den einzelnen Instrumenten von EDI-Net. Die Instrumente bestehen aus dem Dashboard, dem Forum und dem Benchmarking und dienen der benutzerfreundlichen Datenaufbereitung, der Information und dem Austausch zwischen den unterschiedlichen Anwendern. Welche Daten in das EDI-Net-System eingespeist werden können und wie dies umgesetzt werden kann, wurde praktisch in einer Demonstration von Greame Stuart, DE MONTFORT UNIVERSITY, zur Schau gestellt. Im Anschluss folgte ein weiterer interessanter Beitrag von Herrn Birov zu dem Thema „Kreiere eine Kampagne rund um EDI-Net“. Hier bot der Referent Hilfestellung bei den Themen Analyse der Zielgruppen, Planung von geeigneten Materialien und Instrumenten für Engagement, Entwicklung von maßgeschneiderten Botschaften, Erreichung von Konsistenz und Branding, Ausrollen einer Kampagne, kontinuierliche Verbesserung und Austausch erfolgreicher Praktiken mit anderen. Dieses umfangreiche Thema wurde untermalt mit praktischen Beispielen aus den Pilotstädten. Im letzten Beitrag, ebenfalls referiert von Strahil Birov, wurde das Thema Coaching angesprochen. Es wurde aufgezeigt, wie überzeugte EDI-Net Nutzer das Thema Energieeinsparung kontinuierlich innerhalb Ihrer Kommune weiter vorantreiben können. Wie dies in der Praxis umgesetzt werden kann, haben die Referenten der Pilotstädte anschaulich dargelegt. Das Ende der Veranstaltung wurde abgerundet mit einem Ausblick auf die nächsten Projektschritte.

Die Veranstaltung war ein rundum gelungenes Training – wir freuen uns bereits auf unsere nächste Trainingseinheit, die im Oktober 2017 in Barcelona, Spanien, stattfinden wird. Haben wir Ihr Interesse geweckt? Melden Sie sich noch heute auf unserer EDI-Net Website an. Verbessern Sie das nachhaltige Energie- und Wassermanagement ihrer Kommune und sparen Sie gleichzeitig noch Geld ein - werden Sie Teil des Energy Data Innovation Netzwerks!

Gesucht: Kommunen, die ihren Energie- und Wasserverbrauch reduzieren wollen

EDI-Net sucht Kommunen, die die Wasser- und Energieeffizienz ihrer öffentlichen Gebäude verbessern wollen. Durch die Nutzung von intelligenten Zählern und der damit verbundenen Analyse von Strom-, Gas- und Wasserdaten im Rahmen von Kurzzeitzählermessungen, können Kommunen signifikante Einsparungsmöglichkeiten identifizieren und umsetzen. In der Vergangenheit zeigte sich, dass zwischen rund 5 und 15 Prozent des Energie- und Wasserverbrauchs dadurch eingespart werden kann.

Leicester City Council (UK), die Stadt Nürnberg (Deutschland) und die Region Katalonien (Spanien) haben bereits das System, welches im Rahmen der EU-Initiative entwickelt wurde, getestet. Unsere Pilotstädte unterstützen Sie gerne mit ihren Kenntnisse und Erfahrungen aus dem EDI-Net Projekt, dem Sie ebenfalls kostenfrei beitreten können. Zu den EDI-Net Angeboten gehören neben der Datenanalyse auch die Nutzung des dazugehörigen Online-Forums, des Dashboards, des Helpdesks und die Teilnahme an Trainingsworkshops. Voraussetzung ist die Bereitstellung von Kurzzeitzählermessdaten (min. in einstündigem oder kürzem Abstand). EntscheidungsträgerInnen, FinanzmanagerInnen, EnergiemanagerInnen und KlimaschutzmanagerInnen sind herzlich eingeladen, ihr Interesse zu bekunden.

Wollen Sie mehr erfahren? Besuchen Sie unsere EDI-Net Website, abonnieren Sie unseren EDI-Net Newsletter oder schreiben Sie eine Mail an info@edi-net.eu.

Bildquelle: Manhattan, New York City, USA (Foto von NASA auf Unsplash)

Nürnberg spart Energie mit EDI-Net

Die Stadt Nürnberg muss für ihre rund 1.700 Gebäude Energiekosten in Höhe von etwa 40 Millionen Euro jährlich aufbringen. Obwohl der gesamte Energie- und Wasserverbrauch aller städtischen Liegenschaften seit dem Jahr 2000 um etwa 35 Prozent gesenkt werden konnte, steigen die Kosten Jahr für Jahr. Dies ist ein Grund, warum sich das Hochbauamt im Sommer 2015 für die Teilnahme an dem EU geförderten Projekt „Energy Data Innovation Network“ (EDI-Net) beworben hat. Gemeinsam mit ihren Projektpartnern, der Stadt Leicester und der Region Katalonien soll mit dessen Hilfe der Energieverbrauch in kommunalen Gebäuden deutlich reduziert werden. In einer Presseerklärung  teilt Daniel F. Ulrich, der Planungs- und Baureferent der Stadt Nürnberg, mit, dass „[…] unsere Partner aus Leicester (GB) und aus Barcelona (SP) eine Software entwickeln, die auf Basis komplexer, sogenannter Big Data Analysen den erwarteten Energieverbrauch präzise berechnen kann und das Ergebnis ganz ‚untechnisch‘ und für jedermann verständlich mit dem tatsächlichen Verbrauch des Gebäudes vergleicht“. Aufgabe der Stadt Nürnberg ist das Bereitstellen von aktuellen Verbrauchsdaten ausgewählter Gebäude und das Feedback der jeweiligen Gebäudeverantwortlichen einzuholen. „Dabei wollen wir neben den Budget- und Energieverantwortlichen auch ausdrücklich die NutzerInnen der Gebäude ansprechen – denn beispielsweise beeinflusst das Verhalten von SchülerInnen und Lehrkräften natürlich stark den Energieverbrauch einer Schule. Neben der betriebswirtschaftlichen Auswertung ist daher auch eine Präsentation gänzlich ohne Zahlen möglich“, sagt Ulrich weiter. Das Projekt EDI-Net läuft noch bis Februar 2019 und soll schrittweise auch auf weitere interessierte Kommunen ausgeweitet werden.

Kontakt:
Alexander Nordhus, Stadt Nürnberg – Hochbauamt, Kommunales Energiemanagement und Bauphysik H/ZA-KEM, alexander.nordhus@stadt.nuernberg.de

Weitere Infos:
Klimaschutz in Nürnberg
Presseerklärung der Stadt Nürnberg
EU-Projekt EDI-Net

Bildquelle: Stadt Nürnberg (Creative Commons Zero)

Smart Metering in Deutschland, Spanien und Großbritannien - ein EDI-Net Beitrag von Georg Vogt, EMPIRICA

Der EDI-Net Beitrag von Georg Vogt bietet eine zusammenfassende Übersicht über die kritischen Anforderungen an Smart Metering von institutionellen Organisationen wie Kommunen.

Ein Auszug:
Die derzeitigen Aktivitäten auf europäischer und nationaler Ebene konzentrieren sich vor allem auf den Wohnsektor und ignorieren die potenziellen Auswirkungen auf bereits vorhandene Infrastruktur von Automatic Meter Reading (AMR) und Energiemanagementsysteme, die seit über einem Jahrzehnt u.a. in Gemeinden Einsparungen erzielt haben. Rund 34% der Energie, die in Gebäuden genutzt wird, wird außerhalb von Wohngebieten verbraucht. Deutsche Gemeinden verbrauchten im Jahr 2013 127,7 Petajoule; davon belaufen sich ¾ auf das Heizen inklusive einem Anteil für Elektrizität, welcher sich kontinuierlich erhöht. Insgesamt belaufen sich die Kosten für Energie auf 4 Milliarden Euro pro Jahr.

Sie möchten mehr erfahren? Besuchen Sie unsere EDI-Net Website und lesen Sie weiter.

Veranstaltungen

Internationale Jahreskonferenz des Klima-Bündnis & Mitgliederversammlung

Alleine die Reduzierung unserer CO2-Emissionen reicht nicht aus. Tiefgreifende Veränderungen wie wir Ressourcen nutzen, Politik gestalten und unseren Alltag bestreiten sind notwendig, um den Herausforderungen des Klimawandels gerecht zu werden. Die notwendige Transformation unserer Städte und Gemeinden passiert nicht von allein – wir müssen den Prozess aktiv auf den Weg bringen. Kommunen sind dabei die zentralen Akteure. Sie sehen sich täglich mit Fragen konfrontiert, etwa wie alternative Modelle aussehen können und wie ganzheitliche Transformationsprozesse finanziert und begleitet werden können.

In diesem Zusammenhang soll die Internationale Jahreskonferenz des Klima-Bündnis 2017 Kreise, Städte und Gemeinden dabei unterstützen, diese Herausforderungen zu bewältigen. Die Konferenz, die gemeinsam mit dem Land Nordrhein-Westfalen und der Stadt Essen veranstaltet wird, findet damit dieses Jahr in der Grünen Hauptstadt Europas 2017 statt – eine Stadt im Wandel. Sie stellt erfolgreiche kommunale Transformationsprozesse in den Mittelpunkt. Seien Sie dabei, um zu sehen wie ein nachhaltiger Wandel mit Hilfe von starken Partnerschaften, wirksamen Instrumenten und passenden Finanzierungsinstrumenten umgesetzt werden kann.

Es erwartet Sie auch eine In-situ Session zu EDI-Net „Wie EDI-Net (Energy Data Innovation Network) die Stadt Nürnberg beim Energiesparen unterstützen soll“ mit Alexander Nordhus, unserem Projektpartner aus der Stadt Nürnberg. Im Rahmen des Markplatzes finden Sie einen EDI-Net Infotisch mit der Möglichkeit, sich direkt mit Projektbeteiligten auszutauschen. Auch am gemeinsamen Stand der Klima-Bündnis Projekte können Sie erfragen, wie Ihre Kommune oder Organisation EDI-Net testweise nutzen kann.

Melden Sie sich bis zum 8. September an!

20. – 22. September 2017, Essen, Deutschland

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Intelligente Lösungen für bessere Städte stärken

Die Konferenz „Stärkung intelligenter Lösungen für bessere Städte“ bringt kreative Denker und Entscheidungsträger in Stadtplanung, nachhaltige Energie, Mobilität, IKT, smarte Geschäftsmodelle und nutzerzentrische Innovationen zusammen. Hochrangige Stadtvertreter werden über die Transformation europäischer Städte diskutieren, während intelligente Städteprojekte innovative Lösungen präsentieren und wichtige Schritte auf dem Weg zu einer smarteren Stadt aufzeigen werden.

Diese smarte Städtekonferenz, die vom Smart Cities Information System (SCIS) und der Europäischen Kommission organisiert wird, bemüht sich, die Replikation von technologischen Lösungen, bewährten und gelernten Praktiken zwischen Städten und Unternehmen zu fördern. Sie wird dazu beitragen, den Übergang Europas zu einer kohlenstoffarmen, ressourceneffizienten, wettbewerbsfähigen und integrativen Wirtschaft zu beschleunigen. Die Veranstaltung ist interaktiv gestaltet, um das Publikum voll miteinbinden.

2. – 3. Oktober 2017, Budapest, Ungarn

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CITYnvest Abschlusskonferenz - Die Kraft der innovativen Finanzierung
Sanierung von Gebäuden für energieeffiziente Städte

Die Förderung von Investitionen für eine nachhaltige Gebäudesanierung ist für die Erreichung eines sauberen Energieübergangs in Europa unerlässlich. Dies gilt insbesondere, wenn Gebäude für 40% des europäischen Primärenergieverbrauchs und 36% der CO2-Emissionen verantwortlich sind. Das Problem ist: Es gibt keinen einfachen Weg für Städte um Zugang zu einer Finanzierung zu erhalten, auch aus der EU.

Um dies zu ermöglichen und das Bewusstsein für potenzielle Barrieren und Erfolgsfaktoren zu wecken, werden wir am 4.-5. Dezember 2017 eine Reihe von politischen Empfehlungen auf der CITYnvest-Abschlusskonferenz in Brüssel Ihnen zur Hand geben.

Die Konferenz wird alles zusammenfassen, was Sie über innovative Finanzierungsmodelle für die nachhaltige Sanierung von Gebäuden erfahren müssen. Es gibt auch interaktive runde Tische, an denen Sie sich über die Umsetzung von CITYnvest-Projekten austauschen und voneinander lernen können.

4. – 5. Dezember 2017, Brüssel, Belgien

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Smarte Städtekonferenz

Die Smart Cities Conference ist eine Initiative für den offenen, integrativen, formalen und informellen Dialog über Smart Cities Themen unter allen interessierten Stakeholdern. Die Konferenz entstand aus dem Wunsch der Organisatoren heraus, dass innerhalb einer akademischen Debatte verschiedene Aspekte des rumänischen Städtelebens, aber auch der Städte außerhalb der Landesgrenzen, durch multidisziplinäre wissenschaftliche Ansätze, die über die Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft reichen, beleuchtet werden, beginnend von Akzeptanz der Demokratie als das effizienteste Instrument der Regierungsführung bis hin zur Akzeptanz und die Einhaltung der staatlichen Regeln.

Die Einladung richtet sich an Fachleute und Forscher aus allen Bereichen der sozialen und humanistischen Disziplinen, von der Politikwissenschaft, Kommunikation, Rechtswissenschaft, medizinische Wissenschaft, europäische Integrationsstudien, Soziologie, Architektur, Wirtschaft, Informatik, Kybernetik und viele andere.

Es werden Vertreter aus Regierungskreisen, zwischenstaatlichen Organisationen, privatem Sektor, technischer Gemeinschaft, Hochschule und Zivilgesellschaft erwartet, die gemeinsam in Multistakeholder-Diskussionen sich zu Smart Cities Themen austauschen und zusammenarbeiten.

7. – 8. Dezember, Bukarest, Rumänien

Weitere Informationen

Schließen Sie sich der EDI-Net - Initiative an


http://www.edi-net.eu

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Project funded by the European Commission under the H2020 Programme, call H2020-EE-2015-3 MarketUptake, GA-No. 695916.

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